Reisen

< Zurück zur Übersicht

Tschad / Ennedi und Ounianga Seen, Expeditionsreise





In die zentrale Sahara mit dem Wüstenspezialisten Herbert Nekam


Diese außergewöhnliche Reise führt mitten in die Sahara und lässt das Herz aller Wüstenfans höher schlagen. Jahrelang war es nicht möglich in den Tschad zu reisen. Zuletzt hat sich die Lage etwas stabilisiert. Bei dieser Rundreise besuchen wir vor allem das für seine Schönheit bekannte Ennedi. Lange Fahrtage wechseln sich mit Besichtigungen und kleineren Wanderungen ab.  
Ein grandioses Wüstenerlebnis ist garantiert!


1. Tag: Wien - N`Djamena
Voraussichtlich spätabends Flug von Wien nach Addis Abeba und weiter nach N`Djamena.

2. Tag: Ankunft in N`Djamena
Ankunft in N`Djamena und Transfer ins Hotel.

3. - 4. Tag: N`Djamena - Abeche  
Fahrt via Massaguet Richtung Abeché. Durch eine Landschaft, die sich im Übergang von Savanne zur Sahelzone befindet und geprägt ist von vielen verschiedenen Akazienarten und Doum Palmen, geht es ostwärts, unterwegs passieren wir viele kleine Dörfer und Märkte. Eine der landschaftlich schönsten Teile der Strecke ist die Gegend um Guera mit ihren markanten Granitfelsen. Schließlich gelangen wir nach Abeché (ca. 750 km von N`Djamena), der Hauptstadt der Quaddai Region. Als großer Marktplatz ist die Stadt auch wichtiger Treffpunkt der Menschen aus der Umgebung. Hier wollen wir nochmals unsere Vorräte auffüllen.

5. Tag: Abeche - Kalait
Heute verlassen wir die Asphaltstraße und zweigen schließlich nach Norden ab und passieren die größeren Dörfer Biltine, Arada und Kalait. Wir befinden uns nun am Südrand des Ennedi, haben die Sahelzone hinter uns gelassen und sind in der eigentlichen Wüste angekommen, wo die nomadisierenden Zagawa, sowie die sesshaften Tama leben.

6. - 8. Tag: Kalait - Bachikelé - Aloba - Bamena  
Ein Erlebnis ist der Besuch des Marktes in Kalait. Nach der Erledigung der Formalitäten für die Polizeikontrolle, verlassen wir die Stadt und es geht in Richtung des Wadi Chili. Die Strecke führt durch unzählige "Sandsteinburgen"  in die Bachikelé-Region. Hier herrschen außergewöhnliche klimatisch Bedingungen, die zu einer üppigen Vegetation geführt haben, die zugleich auch die Grundlage einer vielfältigen Fauna ist. Zu Fuß geht es die Bachikelé hinauf, zuerst recht breit, dann immer enger: Das eigentliche Guelta befindet sich am Ende einer engen Schlucht, die von überhängenden Mauern überragt wird. Das fast ständige Fließen eines kleinen Baches entlang des gesamten Flusses ist in dieser sonst wüstenartigen Region etwas absolut Besonderes. Auf der Weiterfahrt sehen wir zwei große außergewöhnliche Felsenbögen, zuerst den Djoulas Regenbogenbogen und dann den imposanten Aloba-Bogen, der der zweitgrößte Bogen der Welt ist mit 122 Metern Höhe und 76 Metern Breite. Nördlich von Aloba gelangen wir in die Region Bamena, die ebenfalls reich an Bogen und Burg aus Sandstein ist.

9. - 10. Tag: Archei Region - Fada  
Wir bewegen uns bereits am Südrand des gewaltigen Ennedi-Massivs und entdecken immer wieder faszinierende Gesteinsformationen und erforschen kleine Gueltas mit ganzjährigen Wasserstellen - manchmal kann man hier auf Tubu treffen, die ihre Kamelherden tränken.
In der Nähe der Gueltas sind sehr oft Felsbilder zu finden die darauf hinweisen, dass diese Plätze schon seit Jahrtausenden besucht werden. Unser erfahrenes Team führt uns zu den schönsten und beeindruckendsten Felsbildern in dieser Region. Das bekannteste Guelta ist jenes im Tal von Archei, das in einem weiten, felsigen Amphitheater endet. Die Schlucht bildet ein eindrucksvolles Panorama und mit etwas Glück können wir hier die letzten in der Sahara vorkommenden Krokodile finden - ein unvergessliches Erlebnis!
(Bei unserer letzten ARR Reise konnten wir hier vier der noch lebenden sieben Krokodile sehen). Nach einer kleinen Wanderung gelangen wir zu einem Aussichtspunkt, von dem aus ein Großteil der Schlucht zu sehen ist. Gewaltig und unvergesslich ist der Blick von einem kleinen Felsvorsprung hinunter in die Schlucht und zugleich das "akustische Erlebnis / die malerische Lautkulisse"  wenn die Kamele zum Wasser drängen um hier ihren Durst stillen zu können.

11. - 13. Tag: Fada - Mourdi - Derbili - Teguedei - Ounianga Seen
Wir fahren nordwärts bis Fada, eine Oase die auch ein wichtiger Verwaltungssitz des Ennedi ist. Es gibt noch ein altes Kolonial-Fort der Franzosen zu sehen und einen kleinen, aber lebhaften Markt. Nach dem Erledigen der Formalitäten (die manchmal sehr lange dauern können), durchqueren wir die Berge teils auf sandigem, teils auf felsigem Untergrund. Schließlich gelangen wir in die Region Mourdi mit ihren Dünenketten und den malerisch einzeln stehenden Bergkuppen. Die Fahrt über die Dünen ist durchaus eine Herausforderung. Wir folgen dabei den alten Karawanen-Routen, die früher die Salinen von Ounianga mit den südlichen Dörfern des Tschad und den nördlichen libyschen Oasen verbunden haben.
Wir erreichen Demi, eine rötliche Sandsteinformation, wo sich auch das gleichnamige, ärmliche Dorf mit kleinen Hütten und einigen wenigen Palmen befindet. Es wirkt verlassen, dabei leben hier einige Tubu, die das sogenannte "rote Salz" abbauen, das mit Karawanen zu den südlichen Oasen transportiert wird, wo es dann gegen Hirse und Sorghum getauscht wird.  
Von Demi geht es zum Teguedei See - dem ersten der Ounianga Seen - der von einigen Dattelpalmen und beeindruckenden Felsformationen umgeben ist. Auf sandigem Boden geht es entlang einer Felswand weiter zu den anderen Ounianga Seen. Die Landschaft wirkt hier unwirklich - blaue und grüne Seen umgeben von Dattelpalmen und gelb/orangefärbiger Sandwüste mit weißen und rötlichen Felsformationen. Seit 2012 stehen die Seen auf der Liste des UNESCO Welterbes. Die Landschaft zählt sicherlich zu den schönsten Gebieten der Sahara. Hier wollen wir einige Zeit verbringen und können zu Fuß die Landschaft erkunden oder auch ein Bad in einem der Seen nehmen.

14. Tag: Ounianga Seen - Bembeche - Faya
Wir verlassen das Gebiet der Ounianga Seen und fahren Richtung Süden. Dabei führt unsere Strecke anfangs durch sandige Passagen die von steilen Felswänden begrenzt sind. Wir erreichen die Oase Faya, die einst ein wichtiges Verbindungsglied zwischen den Städten des Fezzan und den Reichen von Kanem und Bornu war. Kriegsrelikte erinnern an die Kämpfe mit Libyen (1978-1987). Der Markt ist auch heute noch ein wichtiges Zentrum inmitten der Sahara.  

15. - 17. Tag: Fayas - Bichagara - Kalait - Bahr el Ghazal - N`Djamena  
Wir verlassen Faya und beginnen mit der Überquerung des großen Erg von Djourab. Der Djourab ist eine große Fläche von runden Dünen, deren Durchgang manchmal schwierig ist! Entlang des Bahr El Ghazal durchqueren wir das Dorf Kouba Oulanga, auch "Akazienmulde" genannt, und das Dorf Salal. Dies sind die kleinen Städte der Anakaza Kamelhirten, die sich mit vielen Herden von Gazellen über Weideland stritten. Die Strecke kreuzt und folgt dann der Senke von Bahr, auch "Fluss der Gazellen" genannt. Das Grundwasser ist hier nicht so tief und speist eine vielfältige und üppige Vegetation, die von zahlreichen Akazienarten und kleinen Wäldern von Dum-Palmen geprägt wird. Schließlich nehmen wir die Straße nach Massakory und durchqueren die Savannengebiete, in denen Hirse und Sorghum angebaut wird. Den letzten Teil unserer Reise nehmen wir die Asphaltstraße nach N`djamena.

18. Tag: N`Djamena - Rückflug  
Vormittags kurze Stadtrundfahrt und danach Transfer zum Flughafen. (F)

19. Tag: Ankunft in Wien

Frühmorgens Ankunft in Wien.


19 Reisetage
Zuschlag Kleingruppe (8-9 Personen) € 130,-
Zuschlag Einzelzimmer/zelt € 220,-

ARR Reiseleitung: Herbert Nekam (15.01.20)

Inkludierte Leistungen
+  die angegebenen Flüge Wien - N`Djamena - Wien inkl. Taxen und Gebühren,  vorauss. mit Ethiopian Airlines
+  Fahrten mit Geländefahrzeugen (je Fahrzeug max. 3-4 Teilnehmer) laut Programm
+  2x Nächtigung im Doppelzimmer in N`Djamena im Hotel Irrisor o.ä. +  Nächtigung in Zwei-Personen-Zelten (selbst aufzustellen; Matratzen werden zur Verfügung gestellt)
+  Verpflegung auf Basis Vollpension vom 3.- 17.Tag
+  ARR-Reiseleitung sowie lokale Guides

Nicht inkludierte Leistungen
-  Visum inkl. Besorgung, dzt. etwa € 230,-

Teilnehmer:  8 bis 14 Personen


Aufgrund des besonderen Expeditionscharakters der Reise ist diese nur direkt bei ARR buchbar!


Achtung
Bei dieser Reise handelt es sich um eine echte Expeditionsreise. Es erwarten Sie schlechte Pisten und lange Fahretappen und beschränkte Waschmöglichkeiten!  
Genächtigt wird auf der Tour in Zelten, die Verpflegung erfolgt durch die Campingküche.
Auch wenn sich die politische Lage zuletzt deutlich gebessert hat, kann man nicht "europäische"  Verhältnisse erwarten.  
Für den Tschad gibt es derzeit (Juli 2019) eine partielle Reisewarnung des Außenministeriums (http://www.bmeia.gv.at). Wir sind mit unserem Partner vor Ort und auch der Botschaft des Tschads in Berlin in Kontakt um so jeweils die aktuelle Lage beurteilen zu können.
Der beschriebene Reiseverlauf beruht auf einer sorgfältigen Planung in Kooperation mit unserem langjährigen und sehr erfahrenem Partner vor Ort. Trotzdem kann es aber zu - auch teilweise kurzfristigen - Änderungen kommen, vor allem aufgrund von uns nicht beeinflussbarer Faktoren (z.B. Flugverschiebungen, höhere Gewalt, Straßen- und Pistenverhältnissen, politischen Problemen, vulkanische Aktivitäten, Schlechtwetter u.a.).  
Dies gilt speziell bei als Expeditions- oder Pionierreise ausgeschriebenen Programmen, die aufgrund ihres Charakters ein höheres Risiko beinhalten.  


Bezeichnung Termin Preis pro Person ab
Tschad / Ennedi Expeditionsreise 15.01.2020-02.02.2020 5320.00
 
Tschad / Ennedi Expeditionsreise 18.11.2020-06.12.2020 5420.00
 


< Zurück zur Übersicht

#*details*#
Reiseziele, Termine & Suche | Über uns | Katalog bestellen | Feedback | Reiselinks | Reisebedingungen | Aktuelle Termine

TRAVEL-forever Reisebüroges.m.b.H • ARR Natur- und Kulturreisen | Foto-Reisen • Kainzstraße 12/2, 3512 Mautern, Austria
Tel: +43 (0)2732 22312 • E-Mail: info@arr.at
BusProNet® Internet - © Gottfried Kuschick Software