Reisen

< Zurück zur Übersicht

Turkmenistan




Karakum - durch die Wüsten Turkmenistans zum Feuerkrater von Darvaza und versunkenen Städten entlang der Seidenstraße


1. Tag: Wien - Ashgabat
Flug von Wien nach Ashgabat und Transfer ins Hotel.

2. Tag: Ashgabat
Nach dem Frühstück beginnen wir unsere ausführliche Stadtbesichtigung. Ashgabat ist eine moderne Stadt mit zahlreichen, mit weißem Marmor verkleideten Wohnblocks und breiten Straßenzügen. Wir fahren zur blauen Kuppel der Ertogrul Gazy Moschee, der goldenen des Turkmenbashi-Mausoleums, den vergoldeten Statuen im Unabhängigkeits-Park und zum Neutralitäts-Bogen, alles sehr eigenwillige Sehenswürdigkeiten wie man sie kaum sonst wo findet. Die Architektur der neuen Stadt mit ihren Mamor-Fassaden, Brunnen und großzügigen Grünflächen steht in starkem Kontrast zu den während der Sowjetzeit erbauten Stadtteilen. Im Nationalmuseum sind die bedeutendsten archäologischen Funde aus ganz Turkmenistan ausgestellt. Zum Abschluss des Tages besuchen wir in Nissa (UNESCO Weltkulturerbe) die am Rand der Berge gelegenen Ausgrabungen der parthischen Hauptstadt. (Hotel, F)

3. Tag: Ashgabat - Mary
Früh am Morgen Fahrt zum Flughafen und Flug nach Mary. Ankunft in der geschäftigen Hauptstadt der Region, inmitten der fruchtbaren Flussoase des Murgab, seit Jahrhunderten wichtige Station für die Karawanen der Seidenstraßen. Fahrt in die Ortschaft Bairamaly dem Anlaufpunkt für den Besuch der fünf urbanen Zentren, die dort vom 6. Jh. vor bis ins 18 Jh. unserer Zeitrechnung bestanden und von denen das Merv der Seldschukenzeit die bedeutendste Stadt Zentralasiens gewesen ist (UNESCO Weltkulturerbe). Vor den Mauerruinen der einstigen Stadt liegen einige Heiligengräber, die noch heute von Pilgern besucht werden. Nach der Besichtigung fahren wir zum Hotel in Mary und besuchen am Nachmittag das regionale Historische Museum in dem die größte Anzahl von Funden aus Gonur Depe ausgestellt ist. Spaziergang durch die Kleinstadt mit ihrem Bazaar und einer Russisch Orthodoxen Kirche, die zu besuchen wir nach der Rückkehr aus Gonur Depe am nächsten Tag Gelegenheit haben werden. (Hotel, F)

4. Tag: Mary
Heute geht es in die Wüste bis zum weitläufigen Ausgrabungsgelände von Gonur Depe, dessen bronzezeitliche Kultur über das Tal des Murgab mit der baktrischen Kultur Nord-Afghanistans in Verbindung stand. Immer wieder macht man in der Gegend Entdeckungen, die Zeugnis davon ablegen, dass Gonur Depe mit den Kulturen Mesopotamiens, Ägyptens, Indiens und Chinas auf Augenhöhe stand. Nach der Besichtigung Rückfahrt nach Mary. (Hotel, F)

5. Tag: Mary - Dashoguz
Flug von Mary nach Dashoguz. Hier können wir noch den Bazar der Stadt erkunden und treffen letzte Vorbereitungen für die Tage in Darwaza und in der Karakum Wüste. Die Region von Dashoguz liegt im alten Choresmien, der fruchtbaren Oasenlandschaft am Unterlauf des Amudarja, des antiken Oxus und wird von einer usbekischen Minderheit bewohnt. (Hotel, F)

6. Tag: Dashoguz - Darwaza
Fahrt nach Kunya Urgench. Die am antiken Oxus (Amudarya) gelegene Stadt war im 12. Jh. eine Hauptstadt des choresmischen Reiches und bis zur Zerstörung durch die Mongolen unter Dschingis Khan ein wichtiges Handelszentrum der Seidenstraßen. Die erhalten gebliebenen Mausoleen und Minarette sind UNESCO Weltkulturerbe und legen Zeugnis ab von der Blüte der Stadt. Avicenna und Biruni preisen die Stadt in ihren Beschreibungen. Bis heute besuchen Pilger das Soltan Tekesh Mausoleum mit seinem mit blau glasierten Ziegeln gedeckten konischen Dach oder das der Turabek Khanum mit einer Doppelkuppel von 1370 und seinem schönen Majolica Schmuck. Das Minarett von Kutlug Timur gilt als das höchste seiner Zeit in ganz Zentralasien.
Nach Abschluss unseres Besuches fahren wir auf der wichtigsten Nord-Südverbindung des Landes bis auf die Höhe von Darwaza und zweigen dann ab um über kleine Dünen nach 7 km den brennenden Gas-Krater zu erreichen. Das Gas brennt bereits seit den 70er Jahren als russische Geologen in einer natürlichen unterirdischen Kammer Gas feststellten und es in Brand steckten um den Austritt von Methan zu verhindern. Der Durchmesser des Kraters beträgt 69 m, seine Tiefe 30 m und obwohl man vorhergesagt hat, dass er bald ausgebrannt sei oder dass man beabsichtige ihn zu löschen brennt er noch immer. Man darf bei Einhaltung eines entsprechenden Sicherheitsabstandes in der Nähe des Kraters campieren. (Zelt, FMA)

7. Tag: Darwaza - Balishem/Melegoch
Erst geht es zurück zur Hauptstraße und dann nach ca. 2 Stunden auf Pisten über Dünen, die sich in Richtung Nord-Süd erstrecken. Bei Akchagaya kommen wir in eine Landschaft mit Canyons und Geländeabfällen von bis zu 200m Höhe. Zeltübernachtung in menschenleerer Landschaft je nach Windstärken entweder auf dem Plateau oder am Fuß der mehrfarbig gestreiften Klippen. (Zelt, FMA)

8. Tag: Melegoch - Duunchi
Nach einem Tag mit weiteren Dünenüberquerungen und ebenen sandigen Strecken kann man gegen Ende des Tages im Süd-Westen bereits die Kette der Balkan-Berge erkennen, die Landschaft wird hügelig und ladet zum Wandern ein. Aufgrund der Abgelegenheit haben sich hier in den kleinen Ansiedlungen lokale Traditionen nomadischer Viehzucht und Gastfreundschaft noch erhalten und spielen eine zentrale Rolle im Leben der Gemeinschaft. In der Zeit vor Sonnenuntergang und in den Stunden nach Sonnenaufgang werden die kleinen Orte lebendig. (Zelt, FMA)

9. Tag: Duunchi - Yangikala
Die Landschaft verändert sich nach und nach und die häufiger werdenden Canyons nehmen kräftigere Farbtöne an, Inselberge mit flachen Plateaus statt Gipfel prägen das Bild. Arlan ist mit 1.880 m der höchste dieser Berge. (Zelt, FMA)

10. Tag: Yangikala - Garabogaz
Nachdem wir Yangikala zu Fuß und mit unseren Fahrzeugen erkundet haben, fahren wir weiter zu den Canyons von Yangisuw, deren Schattierung in helleren Farben auffällt. Auch hier werden wir wieder zu Fuß unterwegs sein. Sowohl Yangikala als auch Yangisuw sind Reste eines Küstenabschnitts und des Meerbodens der Parathetys. Wir übernachten hoch über dem Garabogaz See mit Blick auf die Wasserfläche. (Zelt, FMA)

11. Tag: Garabogza - Turkmenbashi
Von unserem Lageplatz fahren wir zur Hauptstraße, die mit vielen Schlaglöchern bis Turkmenbashi in schlechtem Zustand ist. Ankunft in der am Kaspischen Meer gelegenen Hafenstadt Turkmenbashi, einer für turkmenische Verhältnisse alten Siedlung mit einer russischen Kirche und Eisenbahn und Hafen aus sowjetischer Zeit. Die Stadt erstreckt sich über mehrere steinige Hügel, was eine deutliche Abgrenzung der Stadtviertel zur Folge hat. Die Bevölkerung besteht aus Turkmenen, Kasachen, slawischen und kaukasischen Ethnien und mehr als anderswo in Turkmenistan wird hier in der Öffentlichkeit Russisch gesprochen. Im Laufe des Nachmittags beziehen wir unser nicht weit vom Meer gelegenes Hotel. (Hotel, F)

12. Tag: Turkmenbashi - Dehistan
Die ersten Stunden geht es auf der Hauptverbindungsstrecke mit viel LKW Verkehr von Turkmenbashi nach Ashgabad durch flache öde Gegend. Ab Bugdayli beginnt eine sandige Piste über das Misiryan Plateau, durch einige Salzpfannen und vorbei an Schlammkratern. Am Nachmittag erreichen wir das Dorf Madau und nach weiteren 10 km tauchen die Mauern des mittelalterlichen Dehistan mit dem nahen Friedhof und der Mashhat Ata Moschee inmitten der trostlosen Salzwüste auf. (Zelt, FMA)

13. Tag: Dehistan - Hojakala
Nach dem Besuche der Ruinenstadt fahren wir durch das Misiryanische Tiefland und kommen ab dem engen Tal des Sumbar Flußes wieder in eine vegetationsreichere Umgebung. Wir kommen vorbei an Schafherden und an kleinen Ortschaften die einen ganz anderen Charakter haben als die bisher gesehenen. Die Häuser sind aus Stein und aus allen Höfen blicken uns Kamele entgegen. Sobald wir uns der iranischen Grenze nähern beginnt eine Landschaft weißer und grauer von einer Salzkruste bedeckter Hügel ohne jeden Bewuchs, die "Mond-Berge". Zeltübernachtung in der Umgebung der Kopetdag Berge durch die wir am nächsten Tag fahren werden. (Zelt, FMA)

14. Tag: Hojakala - Ashgabat
Üppig grüne Obstgärten um Nohur und die aus Stein gebauten Dörfer mit vielen architektonischen Eigenheiten u.a. in der Friedhofsgestaltung sind eine erfrischende Abwechslung nach den Tagen in Wüstenlandschaften. Die Geok Depe Moschee knapp vor Ashgabat ist zum Gedenken an die in der letzten Schlacht gegen die Russen 1881 gefallenen Turkmenen errichtet worden. Am Abend letzte Gelegenheit für allfällige Einkäufe und die Vorbereitung zur Rückreise bzw. für unser Verlängerungsprogramm. (Hotel, FM)

15. Tag: Ashgabat - Wien
Transfer zum Flughafen und Rückflug.

Anschlussprogram
15. Tag: Ashgabat - Turkmenabat
Früher Abflug ins am Amudarya knapp an der usbekischen Grenze gelegene Turkmenabat. Nach Ankunft Frühstück und Aufbruch zu einer langen Tagesetappe nach Koyten, die nächste am Fuß der Kugitang Berge gelegene Stadt. Halt an der Schwefelquelle von Kainar Baba direkt an der usbekischen Grenze. Unsere Unterbringung in Koyten ist in einer einfachen Lodge. (Camp, FMA)

16. Tag: Koyten
Auf dem Plateau der Dinosaurier in den Kugitang Bergen haben sich mehr als 400 Fußabdrücke von Dinosauriern in einem steilen Kalkstein-Abhang erhalten. Der größte Abdruck hat einen Durchmesser von 80 cm. Damals gingen die Dinosaurier durch einen seichten See, nach dessen Austrocknen sich die Abdrücke erhielten um von einem Vulkanausbruch versiegelt zu werden. Die Abdrücke von kleineren Sauriern haben etwa die Größe von menschlichen Fußspuren. In der Umbar Dere Schlucht besuchen wir die Kyrk Gyz Höhle (40 Mädchen Höhle), den meist verehrten Pilger Schrein in Turkmenistan. Man kann ihn zu Fuß leicht erreichen. (Camp, FMA)

17. Tag: Koyten - Turkmenabat - Ashgabat
Wir unterbrechen die Fahrt mit dem Besuch zweier Mausoleen an Hand derer man die Entwicklung dieses in Zentralasien und darüber hinaus so wichtigen Bautyps nachvollziehen kann. Das Alamberdar Mausoleum aus dem 11. Jh. ist eines der ältesten noch erhaltenen mit Zentralkuppel, das Astana Baba Mausoleum, auf der alten Karawanenroute von Zemm und Amul nach Balkh gelegen verfügt bereits über die charakteristischen Portale. Nach Ankunft Transfer zum Flughafen von Turkmenabad und Rückflug in die Hauptstadt. Transfer ins Hotel. (Hotel, F)

18. Tag: Ashgabat - Wien
Transfer zum Flughafen und Rückflug.


Achtung
Bei dieser Reise handelt es sich um eine Expeditionsreise, die nur für reiseerfahrene Teilnehmer geeignet ist, die auch mit eventuell kurzfristig notwendigen Änderungen zurecht kommen. Es gibt teilweise schlechte Pisten und lange Fahretappen. Die Verpflegung erfolgt in einheimischen Lokalen und durch die Campingküche.
Der beschriebene Reiseverlauf beruht auf einer sorgfältigen Planung in Kooperation mit unserem Partner vor Ort. Trotzdem kann es aber zu - auch teilweise kurzfristigen - Änderungen kommen, vor allem aufgrund von uns nicht beeinflußbarer Faktoren (z.B. Flugverschiebungen, höhere Gewalt, Straßen- und Pistenverhältnissen, politischen Problemen, vulkanische Aktivitäten, Schlechtwetter u.a.).
Dies gilt speziell bei als Expeditions- oder Pionierreise ausgeschriebenen Programmen, die aufgrund ihres Charakters ein höheres Risiko beinhalten.

________________________________________

15/18 Reisetage
Zuschlag Einzelzimmer € 580,-
Zuschlag Kleingruppe (6-7 Pers.) € 110,-
Verlängerungsprogramm (ab 6 Pers.) € 875,-
Zuschlag EZZ Verlängerungsprogramm € 140,-

ARR-Reiseleitung: Herbert Nekam

Inkludierte Leistungen
+ Flug ab/bis Wien inkl. Taxen und Gebühren 
+ Inlandsflüge lt. Programm (Hauptprogramm 1x, Verlängerung: 2x)
+ Fahrten in Kleinbus bzw. Geländefahrzeugen
+ Eintritte und Besichtigungen lt. Programm
+ Nächtigung in Hotels auf Basis Doppelzimmer bzw. Zelt bei Campingteil
+ Verpflegung lt. Programm (F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen
+ ARR Reiseleitung und lokale guides

Nicht inkludierte Leistungen
- Visum inkl. Besorgung (dzt. € 100,-)
- Turkmenische Einreisesteuer, direkt bei Einreise zu bezahlen (dzt. USD 14,-)
- event. Photo- und Videogebühren
- Trinkgelder
- persönliche Ausgaben

Teilnehmer: 6 - 16 Personen

Diese Sonderreise ist nur direkt bei ARR buchbar!


Bezeichnung Termin Preis pro Person ab
Turkmenistan 22.04.2018-06.05.2018 4470.00
 


< Zurück zur Übersicht

#*details*#
Reiseziele, Termine & Suche | Über uns | Katalog bestellen | Feedback | Reiselinks | Reisebedingungen | Aktuelle Termine

ARR Natur- und Kulturreisen • TRAVEL-forever Reisebüro GmbH • Ungargasse 6/8 • 1030 Wien
Tel: +43 (0)1 908 12 34-0 • Fax: +43 (0)1 908 12 34-90 • E-Mail: info@arr.at
BusProNet® Internet - © Gottfried Kuschick Software