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Aserbaidschan und der Nordwesten des Iran




Auf Bergpisten und Nebenstraßen von Baku nach Täbris. Eine Sonderreise mit Herbert Nekam


Die Völker des Alten Orient leben weiter im unwegsamen Bergland im Westen des Iran. In diesem faszinierenden Landstrich, über der mesopotamischen Tiefebene bis zum Land unterm Ararat, haben Luren, Kurden, Perser, Araber, Armenier und die türkischen Azeris ein reiches altes Kulturerbe bewahrt und weiterentwickelt. Sowohl die Metallurgie hat hier ihren Ursprung genommen, als auch die erste Domestizierung von Herdentieren. Die noch zu entschlüsselnden Abläufe der Entstehung der mesopotamischen Hochkultur mögen durchaus hinauf in die Hochländer führen, wo sich Zagros und Elburs verknoten. Um die Stätten vergangener Größe weiden heute - und auch das ist ein Rückgriff auf archaische Zeiten - Nomaden zentralasiatischer Herkunft ihre Herden.

Wir beginnen unsere Reise in Baku, der Hauptstadt des seit 1990 unabhängigen Aserbaidschan, am Kaspischen Meer und fahren durch einige der ersten industriell erschlossenen Erdölfelder Richtung Südwesten an den Aras, der die Grenze zu Iranisch-Aserbaidschan bildet. Ab der Grenze sind wir mit unserem erprobten iranischen Team in Geländefahrzeugen unterwegs um Plätze zu erreichen, die nicht über Asphaltstraßen zugänglich sind - romantische Burgruinen, antike Tempelanlagen und malerische Almen, Sommerweiden der hier noch zahlreichen die Transhumanz lebenden meist türkischer oder kurdischer Stämme. Wir fahren in die Siedlungsgebiete der Armenier, wo noch viele alte Kirchen und einige Klöster zu sehen sind, flankieren den Urmia See und kommen tief in die Berge Kurdistans.  

Über unser Team werden sich zahlreiche Kontakte zu den Bewohnern der Bergdörfer ergeben. Bei der Auswahl unserer Zeltplätze haben wir uns von der Harmonie von Landschaft und Kultur inspirieren lassen, wie sie sich beim Taht-e Soleyman in reinster Form inkarniert.
Dafür, dass auch Camping Küche durchaus kulinarische Akzente setzen kann und unterschiedlichste hausgemachte Köstlichkeiten präsentiert, die uns einen guten Eindruck der großen iranischen Küche vermitteln, ist unser Team bekannt.  

1.Tag: Wien - Baku / Sa 30.05.2020
Anreise mit Turkish Airlines über Istanbul. Nach Ankunft Transfer in unser zentral gelegenes Hotel. (H)

2. Tag: Baku / So 31.05.2020
Wir beginnen unsere Stadtbesichtigung in der Altstadt wo wir den Shirvanshah Palast, eine Karavanserai und den Jungfrau-Turm sehen. Von einem Aussichtspunkt blicken wir auf die in einer weiten Bucht gelegene Stadt. Im Anschluss fahren wir auf die Halbinsel Absheron zu einem zoroastrischen Feuertempel und dann zum "brennenden Berg Yanardagh. (Hotel, F)

3. Tag: Baku - Biläsuvar - Parsabad / Mo 01.06.2020
Wir unterbrechen die knapp 200km lange Fahrt mit dem Besuch der Petroglyphen von Qobustan und einem von mehreren, nahe unserer Route gelegenen Schlammvulkans. Es sind dies Auslässe von unterirdischen Gasvorkommen, wobei zum Großteil Methan gemeinsam mit Schlamm und Wasser durch Ritzen hervorquillt. Weltberühmt sind die Felsgravuren von Qobustan, über 6000 an der Zahl, die über ein weites Areal verstreut liegen und von denen einige bis zu 12000 Jahre alt sind. Von der Bibi-Heybat Moschee haben wir einen eindrucksvollen Blick auf die Bucht von Baku mit den bereits erschöpften, schon 1844 erschlossenen Ölfeldern. Grenzübertritt und Fahrt bis Parsabad zur Nächtigung. (Hotel, FA)

4. Tag: Parsabad - Kaleybar / Di 02.06.2020
Nach einer landschaftlich herausragenden Fahrt entlang des Aras, dem antiken Araxes, dem Xenophon mit seinen "Zehntausend" auf dem Rückweg nach Griechenland folgte, kommen wir nach Kaleybar. Hoch über dem Ort liegt die eindrucksvolle Festungsruine Babak auf 2600m. Wir können von unserem Basislager eine ca. 3 Stunden-Wanderung durch die einsame Bergwelt unternehmen. (Hotel, F)

5. Tag: Kaleybar - Jolfa / Mi 03.06.2020
Durch bewaldete Täler kommen wir wieder an den Araxes an dessen Ufern armenische und aserbaidschanische Dörfer zu sehen sind. In Jolfa besuchen wir den russischen Bazar und das in der Nähe gelegene Stephanus Kloster. In unserem einfachen Hotel haben wir Gelegenheit georgische Küche zu probieren. (Hotel, F)

6. Tag: Jolfa - Khoy / Do 04.06.2020
Auf dem Weg nach Khoy besuchen wir das in einsamer Landschaft stehende Thaddäus Kloster. Hier soll nach armenischer Überlieferung der Apostel den Märtyrer Tod erlitten haben und noch heute versammeln sich jährlich armenische Christen aus der ganzen Welt um 105 Tage nach Ostern des Heiligen zu gedenken. In Khoy gibt es noch ein altes steinernes Stadttor, vor dem safawidischen Bazaar, eine qajarische Brücke und die Gedenkstätte für Shams ad Din at Tabrizi, den Mystiker, der Jalal ad Din Rumi so sehr inspirierte. Khoy ist außerdem berühmt für sein ausgezeichnetes Kebab. (Hotel, F)

7. Tag: Khoy - Urumiye - Dalamper See / Fr 05.06.2020
Wir fahren entlang des Westufers des stark geschrumpften und von einer Salzkruste überzogenen Urumia Sees. Im Gegensatz zum Kaspischen Meer, dessen Wasserspiegel derzeit kontinuierlich steigt, wird der Urmia See nach und nach zur Salzwüste. Wir blicken von einem markanten Aussichtspunkt auf die verbliebene Wasserfläche und die Insel, die zur Aufbewahrung des ilkhanidischen Reichsschatzes gedient hat und von Hülegü als seine letzte Ruhestätte ausgewählt worden ist. Dann halten wir in Orumiyeh um die angeblich auf den Apostel Thomas zurückgehende Marien Kirche zu besuchen.  Weiter geht es auf Piste zum Dalamper See im kurdischen Bergland am Dreiländereck mit der Türkei und dem Irak. (Zelt, FA)

8. Tag: Dalamper See - Oshnaviyeh - Berisu / Sa 06.06.2020
Unterwegs in die (iranische) Provinz Kordestan sind wir umgeben von einer eindrucksvollen Gebirgslandschaft mit kurdischen Dörfern. In Oshnaviyeh sehen wir eine " bunte"  Quelle, wir campieren im Bergwald bei kurdischen Freunden mit Musik und Tanz. (Zelt, FA)

9. Tag: Berisu - Baneh - Takab - Taht-e Soleyman / So 07.06.2020
Von den Bergen geht es heute auf das medische Hochland zum "Thron Salomons" , einer der Krönungsstätten der sassanidischen Könige. 40km von Takab liegt diese erstaunliche antike Anlage des alten Persien. Um ein rundes Quellbecken im Sintergestein inmitten einer Caldera hat man spätestens in sassanidischer Zeit eine gewaltige Ringmauer gebaut, in deren Inneren die Tempelanlagen zur Initiation der Könige ein heiliges Feuer hüteten. Mehr als ein halbes Jahrtausend später stand dort ein ilkhanidischer Jagdpalast für den mongolischen Khan. Unser Lagerplatz liegt über dieser einzigartigen Stätte. (Zelt, FA)

10. Tag: Taht-e Soleyman - Maragheh - Hashtrud - Qale-ye Zohak / Mo 08.06.2020
In Maragheh ließ Hülägü, der Enkel Dschingis Khans das berühmte Observatorium errichten, von dessen Sternkarten noch Kopernikus profitierte. Wir sehen opulent dekorierte Grabtürme aus dem 12. Jh., u.a. mit Ornamenten entsprechend der aperiodischen Penrose-Parkettierung und besuchen das Museum. Weiter geht es nach Hashtrud, wo hoch über dem Tal auf einer Felsklippe der besterhaltene parthische Tempel Qale-ye Zohak steht. (Zelt, FA)

11. Tag: Qale-ye Zohak - via Miyaneb und Khalkhal nach Masuleh / Di 09.06.2020
Auf Nebenstraßen überqueren wir den Elburz zum Kaspischen Meer und erreichen Masuleh, das nach wie vor sehenswerte Vorzeige-Dorf am Abhang der Berge zur Tiefebene von Gilan. Übernachtung in einem traditionellen Haus. (Traditionelles Haus, F)

12. Tag: Masuleh - Subatan / Mi 10.06.2020
Entlang der Küste des Kaspischen Meeres fahren wir nach Norden, um bald wieder Richtung Berge abzuschwenken. Den Nachmittag verbringen wir auf den Almen im Talesh Gebiet. (Zelt, FA)

13. Tag: Subatan - Ardabil - Sabalan / Do 11.06.2020
Fahrt ins nahe Ardabil und Besuch des Schreins von Sheikh Safi, Nationalheiligtum der Safawiden und bedeutendstes Baudenkmal der Region. Im Norden des 4811m hohen Sabalan treffen wir mit etwas Glück auf Shahsevan Nomaden, die sich um diese Jahreszeit zu ihren hochgelegenen Sommerweiden begeben. Vereinzelt sieht man noch ihre Alaciq genannten Jurte ähnlichen Filz-Zelte. Am Nachmittag erreichen wir unseren Lagerplatz am Fuß des Sabalan. (Zelt, FA)

14. Tag: Sabalan - Täbris / Fr 12.06.2020
Den Morgen verbringen wir bei den Berg-Nomaden des Sabalan um anschließend weiter nach Täbriz zu fahren, wo wir unsere Stadterkundung beginnen. (Hotel)

15. Tag: Täbris / Sa 13.06.2020
Einstmals eine der wichtigen Städte auf der Seidenstraße ist Täbris heute die selbstbewusste Metropole von iranisch Aserbaidschan. Trotz eines nicht nur architektonisch interessanten Bazars, sehenswerter vorgeschichtlicher und mittelalterlicher Sammlungen von überregionaler Bedeutung im Ost-Aserbaidschan Museum und zahlreichen dem Besucher zugänglich gemachten qajarischen Bürgerhäusern verirren sich nur wenige Touristen nach Täbris. Wir besuchen die genannten Örtlichkeiten, statten der kunsthistorisch bedeutsamen Blauen Moschee einen Besuch ab und speisen in einem als Restaurant adaptierten Hammam. (Hotel, FA)

16. Tag: Täbris - Wien / So 14.06.2020
Abflug von Täbris am frühen Morgen. Über Istanbul geht es retour nach Wien.


Änderungen vorbehalten.



16 Reisetage
Zuschlag Einzelzimmer/-zelt,  € 220,-
Zuschlag Kleingruppe 5-7 Personen,  € 150,-

ARR-Reiseleitung: Herbert Nekam


Inkludierte Leistungen
+ Flüge Wien - Baku, Täbris - Wien
+ Taxen-, Flughafen- und Sicherheitsgebühren ab Wien  
+ alle Besichtigungen inkl. Eintritte lt. Programm  
+ Fahrten großteils mit Geländefahrzeugen  
+ Nächtigung im Doppelzimmer von Mittelklassehotels und teils einfacher Hotels  
+ 6x Nächtigung im Zwei-Personen-Zelt  
+ Verpflegung wie tageweise angegeben - teilweise durch die Campingküche
(F = Frühstück, M = Mittagessen, A =Abendessen)
+ ARR-Reiseleitung

Nicht inkludierte Leistungen
- Visa Aserbaidschan und Iran, € 140,-

Teilnehmer:
 5 bis 11 Personen



Bezeichnung Termin Preis pro Person ab
Aserbaidschan - Iran 30.05.2020-14.06.2020 4140.00
 


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